Steueränderungen 2019/2020

Hiermit möchten wir Sie über die anstehenden Steueränderungen informieren, welche in 2019/2020 in Kraft treten.

Sonderabschreibung für neue Mietwohnungen
Für die Anschaffung oder Herstellung von neuem dauerhaft vermietetem Wohnraum bei einem Bauantrag vom 01.09.2018 bis zum 31.12.2021 kann eine Sonderabschreibung von max. 20% (max. 4 Jahre x je 5%) neben der linearen Abschreibung auf die Mietwohnung einkommensteuerlich geltend gemacht werden. Hiermit soll die Schaffung von neuem Wohnraum in ländlichen Gebieten gefördert werden. Voraussetzung ist hierbei, dass die Wohnung dauerhaft für mindestens 10 Jahre ortsüblich vermietet wird und dass die Anschaffungs-/Herstellungskosten max. 3.000 EUR pro qm (einschließlich der Nebenräume und ohne den Boden wie Außenanlagen) betragen. Die Bemessungsgrundlage auf die Sonderabschreibung ist zudem begrenzt auf max. 2.000 EUR pro qm. Zu einem schädlichen rückwirkenden Ereignis während des 10-Jahreszeitraumes zählt die Eigennutzung, die unentgeltlich oder verbilligte oder kurzfristige Vermietung oder auch die Veräußerung der Wohnung im relevanten Zeitraum.

Solidaritätszuschlag wird zur Reichensteuer
Nach den aktuellen politischen Bestrebungen sollen 90% der Steuerzahler ab dem Jahr 2021 vollständig vom Solidaritätszuschlag befreit werden. Es wird eine höhere Freigrenze von 16.956 EUR pro Person sowie eine gestreckte sog. Milderungszone eingeführt mit der Wirkung, dass nicht verheiratete Steuerpflichtige ab einem Einkommen von ca. 96.400 EUR (bei Eheleuten 192.500 EUR) weiterhin keine Entlastung erfahren und wie bisher den vollen Solidaritätszuschlag auch über 2021 hinaus zahlen. Unverändert bleibt zudem die volle Solidaritätsbelastung auf Kapitalerträge mit der Abgeltungssteuer und für Kapitalgesellschaften auf die Körperschaftsteuer. Damit werden Geringverdiener entlastet und Spitzenverdiener wie Kapitalgesellschaften und auch Sparer zahlen weiterhin den vollen Solidaritätszuschlag von 5,50%.

Nachträgliche Anschaffungskosten auf GmbH-Anteile
Seit Ende 2017 wird der Ausfall von neuen sog. eigenkapitalersetzenden Gesellschafterdarlehen an die eigene Kapitalgesellschaft nicht mehr einkommensteuerlich gewürdigt. Auf Beteiligungsveräußerungen nach dem 31.07.2019 sollen diese Darlehensverluste wieder als nachträgliche Anschaffungskosten auf die Beteiligung einkommensteuerlich steuermindernd geltend gemacht werden können.

Haben Sie Fragen zu den o.g. Steueränderungen? – Ihr Team von Klinger & Partner Steuerberater  hilft Ihnen gerne weiter.
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