Ordnungsgemäße Kassenführung, Meldepflicht bei Kassensystemen und TSE-Update bis 31.03.2021

Ordnungsgemäße Kassenführung:

Damit die Kassenführung als ordnungsgemäß von der Finanzverwaltung angesehen wird, müssen die folgenden grundlegenden Voraussetzungen bei der Aufzeichnung der Bargeschäfte (Einnahmen und Ausgaben) erfüllt sein:

1. einzeln,

2. vollständig,

3. richtig,

4. zeitgerecht,

5. geordnet und

6. unveränderbar aufgezeichnet

Damit diese 6 Voraussetzungen erfüllt sein müssen und dessen Überprüfbarkeit gewährleistet sein muss, hat der Gesetzgeber neue Regelungen erlassen, die bereits ab Januar 2020 in Kraft getreten sind. Hierunter fällt die Meldepflicht bei Kassensystemen sowie die sog. technische Sicherheitseinrichtung (TSE).

Weitere Informationen können Sie auf der Homepage der DATEV speziell zum Thema ordnungsgemäße Kassenführung entnehmen.


Zum Schutz gegen die Manipulation von Kassensystemen hat der Gesetzgeber neue Regelungen, welche bereits im Dezember 2016 erlassen wurden und ab Januar 2020 in Kraft getreten sind, eingeführt. Wegen der Corona-Krise haben nunmehr einige Bundesländer, darunter auch Hessen, die Frist zum TSE-Update bis zum 31.03.2021 verlängert. 

Die Meldung der elektronischen Kasse ist mittels eines amtlichen Vordruckes vorzunehmen. Einen amtlichen Vordruck für die Meldung liegt zurzeit allerdings immer noch nicht vor. Bekannt ist lediglich, welche Angaben an das Finanzamt gemeldet werden müssen: Mitteilende Person, Eindeutige Identifikation, Art der TSE, Art des elektr. Kassensystems, Anzahl der verwendeten elektr. Kassensysteme, Seriennummer des verwendeten elektr. Kassensystems, Anschaffungsdatum und das Außerbetriebnahmedatum.

Ein Verstoß gegen die Meldepflicht ist somit auch ein Verstoß gegen das neue Kassengesetz 2020 und wird mit hohen Strafen geahndet.

 

TSE-Update:


Da elektronisch erfasste Daten leicht zu manipulieren sind und um dieser Manipulation Einhalt zu gebieten, wurde das sog. Gesetz zum Schutz vor Manipulationen an digitalen Grundaufzeichnungen erlassen (s. oben). Somit müssen alle elektronische Kassensysteme über eine sog. Technische Sicherheitseinrichtung (TSE) verfügen. Diese zertifizierten Sicherheitseinrichtungen sind frei wählbar und können in die vorhandenen Kassensysteme integriert werden, sofern das Kassensystem die technischen Voraussetzungen erfüllt.

Die technische Sicherheitseinrichtung (TSE) besteht aus einem Sicherheitsmodul, einem Speichermedium und einer einheitlichen digitalen Schnittstelle. Das Sicherheitsmodul garantiert, dass die erfassten Aufzeichnungen im Kassensystem protokolliert und nicht mehr verändert werden können. Ein Speichermedium dient vor Allem der Speicherung der Daten für die Dauer der gesetzlichen Aufbewahrungsfrist. Eine Speicherung dieser Daten kann im zertifizierten Kassensystem, ist aber nicht zwingend erforderlich, da diese Daten auch in anderen, gesetzlich konformen Aufbewahrungssystemen, gespeichert werden können. Um eine Datenübertragung für z.B. Betriebsprüfungszwecke zu gewährleistet soll das Kassensystem über eine einheitlich digitale Schnittstelle verfügen. Seitens der Finanzverwaltung handelt es sich hierbei lediglich um die üblichen Standardschnittstellen (z.B. USB, etc.).

Weitere Informationen können Sie direkt auf der Homepage des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik oder bei Ihrem Kassenlieferanten erhalten.

Haben Sie Fragen zu diesem Thema? – Ihr Team von Klinger & Partner Steuerberater hilft Ihnen gerne weiter. Weitere Informationen finden Sie auf https://www.klinger-steuer.de/steuerkanzlei/ im Bereich Downloads oder auf https://www.meinfiskal.de/.

 

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