Nur noch wenige Tage zur neuen EU-Datenschutzgrundverordnung

Eine europaweite Vereinheitlichung des Datenschutzrechtes sowie der Gewährleistungen eines freien Datenverkehrs innerhalb der EU soll durch die am Ende Mai dieses Jahres in Kraft tretende  EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) umgesetzt werden.

Für wen gilt die DSGVO?
Die neue Verordnung gilt für alle in der EU ansässigen Unternehmen, für Unternehmen mit Niederlassungen in der EU, aber auch für Unternehmen, die Daten von EU-Bürgern verarbeiten. Kurz: Die neue Verordnung gilt grundsätzlich für alle mittelständischen und großen Unternehmen, die personenbezogene Daten wie Personal- und Kundendaten speichern. Die schutzbedürftigen Daten sind Kontaktdaten wie z.B. der Name, Adresse, Telefonnummer, Kontodaten, KFZ-Daten,…. Hierunter fallen auch mitarbeiterbezogene  Daten, welche  im Rahmen von automatisierten Prozessen innerhalb eines Unternehmens anfallen.

Was ändert sich durch die DSGVO?
Grundlegend verleiht die neue Verordnung den Betroffenen mehr Rechte. Diese haben gegenüber den Unternehmen größere Berichtigungs- und Löschungsrechte. Weiterhin haben die betroffenen Personen ein Recht auf Auskunft über Ihre Daten sowie eine Anonymisierung dieser. Zusätzlich wird eine Transparenz in der Datenverarbeitung innerhalb der Unternehmen gewährleistet. Diese sind nun verpflichtet, ein Verarbeitungsverzeichnis zu führen, in welchem jegliche Verarbeitungen von Daten aufgezeichnet werden müssen.

Welche Folgen hat eine Nichteinhaltung/ein Verstoß?
Eine Nichteinhaltung wird streng geahndet. So können Bußgelder bis zu 20 Mio. € oder bis zu 4% des Jahresumsatzes festgesetzt werden. Zusätzlich zu diesen Strafen, können nach dem angepassten Bundesdatenschutzgesetz weitere Bußgelder und sogar Freiheitsstrafen anfallen.

Was sind die Risiken? Gibt es vielleicht sogar Chancen?
Neben der Sensibilisierung der Mitarbeiter bezüglich personenbezogener Daten z.B. mit Hilfe eines Datenschutzbeauftragten sind auch die bestehenden Datenverarbeitungen zu prüfen. Dies betrifft die bereits im Unternehmen vorhandenen Daten, welche zu bereinigen sind. Somit entsteht mit der DSGVO ein weiterer bürokratischer Aufwand und zusätzliche Kosten für Unternehmen. Aber im Zeitalter, in dem die Daten immer mehr von Bedeutung für den Erfolg eines Unternehmens sind, stellt es in Bezug auf das Kundenverhältnis einen entscheidenden Faktor dar, da ein guter Umgang mit Kundendaten (Zustimmung zur Speicherung und Verarbeitung) einen Wettbewerbsvorteil darstellt und sich Unternehmen so von ihren Mitbewerbern abheben können.

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